Sturmböen, Schneeverwehungen und glatte Straßen sorgen für massive Einschränkungen – Eltern und Schüler müssen sich auf kurzfristige Entscheidungen einstellen.
Der Winter hat den Norden fest im Griff. Anhaltender Schneefall, eisige Temperaturen und kräftige Winde führen in Hamburg und Schleswig-Holstein zu erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag. Besonders der Schulbetrieb steht im Fokus der Behörden.
Hamburg: Kein Präsenzunterricht am Freitag
Die Hamburger Schulbehörde hat am Donnerstag entschieden, den Präsenzunterricht an allen Schulen am morgigen Freitag auszusetzen. Grund ist eine erwartete Verschärfung der Wetterlage mit erhöhter Unfallgefahr auf Schulwegen. Um Familien zu entlasten, sind die Schulen verpflichtet, für Kinder bis einschließlich Klassenstufe 6 eine Ganztags-Notbetreuung anzubieten. Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgänge sollen digital unterrichtet werden. Über das weitere Vorgehen ab Montag will die Schulbehörde am Freitagvormittag informieren.
Schleswig-Holstein: Uneinheitliche Lage
Im benachbarten Schleswig-Holstein gibt es bislang keine landesweit einheitliche Regelung. Das Bildungsministerium betont, dass Entscheidungen über Unterrichtsausfälle abhängig von der lokalen Wetter- und Verkehrslage getroffen werden. Kreise und kreisfreie Städte können kurzfristig Schulausfälle oder Distanzunterricht anordnen. Eltern werden aufgefordert, sich über Schul-Homepages, Elternbriefe und regionale Hotlines zu informieren.
Nahverkehr und Straßenverkehr stark betroffen
Auch der öffentliche Nahverkehr kämpft mit den winterlichen Bedingungen. Verspätungen, Zugausfälle und eingeschränkte Busverbindungen sind in beiden Bundesländern möglich. Winterdienste sind im Dauereinsatz, dennoch kommt es immer wieder zu glatten Straßen und Unfällen. Die Behörden raten, nicht zwingend notwendige Fahrten zu vermeiden.
Ausblick
Meteorologen rechnen auch in den kommenden Tagen mit winterlichen Verhältnissen. Ob der Schulbetrieb am Montag regulär wieder aufgenommen werden kann, hängt von der weiteren Wetterentwicklung ab. Eltern und Schüler sollten sich weiterhin auf kurzfristige Änderungen einstellen.
