Neujahrsempfänge in Glinde, Reinbek, Oststeinbek und Barsbüttel: Ehrenamt und Zusammenhalt im Mittelpunkt
Mit ihren Neujahrsempfängen haben die Stadt Glinde, die Stadt Reinbek, die Gemeinde Oststeinbek und die Gemeinde Barsbüttel am vergangenen Sonntag den Blick zurück und zugleich nach vorn gerichtet. Trotz unterschiedlicher kommunaler Themen zog sich ein roter Faden durch alle Veranstaltungen: der Dank an das Ehrenamt, das Bekenntnis zum demokratischen Miteinander und der vorsichtige Optimismus für das Jahr 2026.
Neujahrsempfang in Glinde


In Glinde begrüßten Bürgervorsteher Claus Peters und Bürgermeister Rainhard Zug rund 200 Gäste vor dem Festsaal. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und ehrenamtlichen Organisationen nutzten den Vormittag für Gespräche und Begegnungen. In seiner Ansprache erinnerte Peters an die zunehmende Schärfe gesellschaftlicher Debatten und warb für mehr Dialogbereitschaft. Demokratie lebe vom Austausch, vom Widerspruch und vom respektvollen Umgang miteinander. Bürgermeister Rainhard Zug blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück und skizzierte die Herausforderungen der kommenden Monate. Ein neuer Flächennutzungsplan, Verkehrskonzepte rund um Schulstandorte und die Vorbereitung des Umbaus des Schulzentrums Oher Weg stehen an. Zugleich kündigte er einen personellen Einschnitt an: Zum 1. April 2026 übernimmt Patrick Klose das Amt des Bürgermeisters. Musikalisch begleitet wurde der Empfang von der Musikschule Glinde.
Neujahrsempfang in Reinbek


Auch Reinbek stellte beim Neujahrsempfang im Hofsaal des Schlosses das Ehrenamt in den Mittelpunkt. Rund 150 Gäste folgten der Einladung von Bürgervorsteherin Brigitte Bortz und Bürgermeister Björn Warmer – trotz winterlicher Temperaturen und glatter Straßen. In ihrer Neujahrsansprache dankte Bortz den zahlreichen Ehrenamtlichen in Sport, Sozialem, Kultur, Umwelt und Kommunalpolitik. Zugleich sprach sie offen über die angespannte Haushaltslage. Nicht alle Projekte ließen sich realisieren, manches habe verschoben oder gekürzt werden müssen. Höhepunkt des Empfangs war die Verleihung des Bürgerpreises 2026 an Carsten Hänsch. Der 45-Jährige gründete 2022 den Verein „Kraken Stormarn hilft“, der unbürokratisch kranke und bedürftige Menschen unterstützt. Bürgermeister Warmer würdigte Hänschs Engagement, das trotz eigener schwerer Erkrankung fortgesetzt werde, als beispielhaft für Mitmenschlichkeit und Solidarität.
Neujahrsempfang in Oststeinbek


In Oststeinbek eröffnete der Männergesangsverein Steinbek-Havighorst traditionell den Neujahrsempfang. Bürgervorsteher Hans-Joachim Vorbeck blickte auf ein herausforderndes Jahr zurück, geprägt von weltpolitischen Krisen, finanziellen Engpässen und zugleich wichtigen Fortschritten wie der Fertigstellung der neuen Schule. Bürgermeister Jürgen Hettwer stellte das Ehrenamt erneut in den Mittelpunkt. Mit dem Helmut-Landt-Preis wurde Feuerwehrmann Jens Möller ausgezeichnet, den Bürgerpreis der Bürgerstiftung erhielt Volker Kasch. Darüber hinaus sprach Hettwer über zunehmende Wetterextreme, die Bedeutung von Krisenvorsorge und den Ausbau des Katastrophenschutzes. Auch die Digitalisierung der Verwaltung bleibe ein zentrales Thema. Für 2026 kündigte der Bürgermeister weitere Investitionen unter anderem in Feuerwehrtechnik, Kitas, Sportanlagen und Bauleitplanung an.
Neujahrsempfang in Barsbüttel
Auch in Barsbüttel wurde das neue Jahr am Sonntag mit einem Neujahrsempfang begrüßt. Eine inhaltliche Rückmeldung der Gemeinde lag zum Redaktionsschluss jedoch noch nicht vor. Über die Themen, Ehrungen und den Ausblick der Veranstaltung soll zu einem späteren Zeitpunkt berichtet werden.
Die Neujahrsempfänge in den vier Kommunen machten deutlich: Trotz knapper Kassen, globaler Unsicherheiten und wachsender Herausforderungen setzen die Städte und Gemeinden im Os des Kreises Stormarn auf Engagement vor Ort und den persönlichen Austausch. Der Jahresauftakt bot damit nicht nur Raum für Rückblicke, sondern auch für Zuversicht – getragen vom Ehrenamt und vom Miteinander in den Kommunen.
