Barsbüttel/Hamburg – Schon in der Grundschule galt Tim Stelling als „nicht beschulbar“. Wutausbrüche, Unruhe und Überforderung bestimmten lange seinen Alltag. Heute, mit 18 Jahren, steht der Schüler der Erich Kästner Gemeinschaftsschule kurz vor dem Schulabschluss und hat bereits einen Ausbildungsplatz als Automobilkaufmann sicher.

In einem persönlichen Bericht, der kürzlich in der Schülerzeitung veröffentlicht wurde, schildert Tim offen seinen Weg mit ADHS. Darin beschreibt er nicht nur schwierige Schuljahre, Mobbing und Selbstzweifel, sondern auch, wie Therapie, Unterstützung und eigene Stärke ihm geholfen haben, Schritt für Schritt voranzukommen.
Ein Bericht, der bewegt
Die Resonanz auf seinen Text war überwältigend. Viele Leserinnen und Leser meldeten sich bei ihm und sagten, dass sie ADHS erst durch seinen Bericht wirklich verstanden hätten.
„Viele wissen, was ADHS heißt – aber nicht, wie es sich anfühlt“, sagt Tim. „Mir war wichtig zu zeigen, wie chaotisch es im Kopf manchmal ist, aber auch, dass man trotzdem seinen Weg gehen kann.“
Mit seiner Offenheit möchte er Vorurteile abbauen und anderen Betroffenen Mut machen, über ihre eigenen Probleme zu sprechen.
Unterstützung und neue Perspektiven
Ein wichtiger Wendepunkt in Tims Leben war die richtige Unterstützung: durch seine Familie, Lehrkräfte, Therapeuten und Freunde. Mit der Zeit lernte er, mit seinem ADHS umzugehen und sich selbst besser zu verstehen.
Heute blickt er stolz auf seinen Weg zurück. Ab August beginnt er seine Ausbildung, parallel wird er sein Fachabitur abschließen.
„Ich weiß, dass mein ADHS nicht weg ist“, sagt er. „Aber ich weiß jetzt, dass es mich nicht aufhalten muss.“

Mut für andere
Mit seiner Geschichte möchte Tim vor allem eines: Hoffnung geben. Er will zeigen, dass Rückschläge nicht das Ende bedeuten – und dass jeder Mensch mehr ist als seine Diagnose.
„Wenn ich es geschafft habe, dann können das andere auch“, sagt er.
Lesen Sie hier Tims ganze Geschichte:
