Ein verheerender Großbrand hat am Samstagabend (20. Dezember 2025) die Feuerwehr Barsbüttel vor eine der größten Herausforderungen des Jahres gestellt. Gegen 19.24 Uhr geriet eine Lagerhalle in Brand und stand beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits in Vollbrand. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Dachbereich, eine dichte Rauchsäule war weithin sichtbar.
„Wir haben hier eine Lagerhalle im Vollbrand vorgefunden. Als wir ankamen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach“, schilderte Einsatzleiter Norman Schumann von der Feuerwehr Barsbüttel die dramatische Lage. Ein zunächst eingeleiteter Innenangriff musste aus Sicherheitsgründen schnell abgebrochen werden. Stattdessen stellten die Einsatzkräfte auf einen massiven Außenangriff um, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich äußerst schwierig. In der Halle befanden sich mehrere Lastkraftwagen sowie ein umfangreiches Reifenlager mit rund 200 Lkw-Reifen. „Insofern brennt die Lagerhalle im Vollbrand, mit Lkw in einzelnen Segmenten und einem höheren Reifenlager auf einer Seite“, erklärte Schumann. Vor allem die brennenden Reifen sorgten für eine enorme Hitzeentwicklung und eine intensive Rauchbildung.
Zusätzliche Gefahren gingen von einer Flüssiggasheizung mit vollem Gastank sowie einer über dem Gebäude verlaufenden Hochspannungsleitung aus. Der Gastank wurde durchgehend gekühlt, um eine Explosion zu verhindern. „Der Flüssiggastank ist voll und wird von uns derzeit passiv gekühlt“, so der Einsatzleiter. Der Einsatz der Drehleitern erfolgte unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, da die Hochspannungsleitung den Handlungsspielraum erheblich einschränkte.
Rund 100 Einsatzkräfte der vier Ortswehren aus Barsbüttel sowie der Feuerwehr Glinde waren im Großeinsatz. Mehrere Drehleitern, Löschfahrzeuge und Sonderfahrzeuge kamen zum Einsatz. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung vorsorglich über die Warn-App NINA informiert. Anwohnerinnen und Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, da eine Freisetzung von Schadstoffen nicht ausgeschlossen werden konnte.
Zur Brandursache teilte die Feuerwehr mit, dass das Feuer nach ersten Erkenntnissen vermutlich im Bereich der Heizungsanlage ausgebrochen ist. Die Ermittlungen zur genauen Ursache dauern an. Angaben zur Schadenshöhe liegen derzeit noch nicht vor.
