Hamburg/Südstormarn – Bereits am gestrigen Tag haben Behörden und Einsatzkräfte in Hamburg und im Kreis Südstormarn umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen wegen des angekündigten Schneesturms „Elli“ getroffen. Heute, am Freitag, spitzt sich die Lage weiter zu.
Schon seit dem frühen Morgen fällt Schnee bei Temperaturen um minus vier Grad. Durch den zunehmenden Wind liegt die gefühlte Temperatur deutlich niedriger und erreicht Werte bis zu minus 18 Grad. Der stärkste Wind wird nach aktuellen Prognosen ab etwa 14 Uhr erwartet.

Schulen blieben heute geschlossen, viele Beschäftigte arbeiten im Homeoffice oder erhielten vorsorglich frei. Sporthallen und zahlreiche öffentliche Einrichtungen sind weiterhin geschlossen. Die Feuerwehren der Region haben ihre Fahrzeuge bereits gestern mit Schneeketten ausgerüstet, um auch bei extremen Straßenverhältnissen einsatzfähig zu bleiben.
Die Auswirkungen sind im Alltag deutlich spürbar: In vielen Supermärkten wurden die Regale leer gekauft, einzelne Märkte haben wegen Personalmangels oder logistischer Probleme geschlossen. Friedhofsverwaltungen sagten alle für heute geplanten Beerdigungen ab. Grund ist die erhebliche Unfallgefahr durch glatte Wege und starken Wind.
Nach den aktuellen Wetterdaten wird nur mit geringem Neuschnee von ein bis zwei Zentimetern gerechnet. In Verbindung mit stürmischen Böen kann es jedoch zu Schneeverwehungen und lokal sehr gefährlichen Straßenverhältnissen kommen.
Der öffentliche Nahverkehr soll zunächst weiter betrieben werden. Fahrgäste müssen jedoch mit Verspätungen rechnen. Der Winterdienst ist seit gestern im Dauereinsatz und konzentriert sich auf Hauptverkehrsstraßen sowie wichtige Zufahrten.
Polizei und Behörden appellieren erneut an die Bevölkerung, nicht notwendige Wege zu vermeiden und sich auf weitere Einschränkungen im Tagesverlauf einzustellen.
