Warnstreik bei Hochbahn und VHH legt Busse und U-Bahnen für 48 Stunden lahm
48-stündiger Warnstreik ab 27. Februar – U-Bahnen und viele Busse betroffen.
Hamburg/Stormarn – Ab Freitag kommt es im öffentlichen Nahverkehr erneut zu erheblichen Beeinträchtigungen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Hamburger Hochbahn AG sowie von vhh.mobility zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen.
Der Ausstand beginnt am Freitag, 27. Februar, um 3 Uhr und endet am Sonntag, 1. März, um 3 Uhr. In dieser Zeit werden voraussichtlich keine U-Bahnen und kaum Busse verkehren. Besonders am Freitag und Sonnabend ist mit einem nahezu vollständigen Stillstand zu rechnen.
Pendler und Schüler besonders betroffen
Von den Einschränkungen sind vor allem Berufspendlerinnen und Berufspendler sowie Schülerinnen und Schüler betroffen. Viele Menschen aus dem Umland sind täglich auf Bus- und Bahnverbindungen in Richtung Innenstadt angewiesen. Fallen diese weg, drohen längere Fahrzeiten, Umwege und überfüllte Alternativverbindungen.
Auch auf den Straßen wird mit deutlich mehr Verkehr und Staus gerechnet, da viele Fahrgäste auf das Auto ausweichen.
Tarifstreit ohne Einigung

Hintergrund des Warnstreiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen. Ver.di fordert für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Hochbahn bietet bislang 4,2 Prozent mehr Lohn in zwei Stufen über drei Jahre.
Die Gewerkschaft kritisiert, das Angebot gleiche nicht einmal die Inflation aus. Zudem sei die Vertragslaufzeit zu lang. Die Hochbahn weist die Vorwürfe zurück und betont ihre wirtschaftliche Verantwortung gegenüber der Stadt.
Personalvorständin Saskia Heidenberger erklärte zuletzt, man habe ein ausgewogenes Angebot vorgelegt. Streiks würden vor allem die Fahrgäste treffen.
Fahrgäste sollen sich kurzfristig informieren
Da der Umfang der Ausfälle noch nicht feststeht, raten die Verkehrsbetriebe, sich vor Fahrtantritt tagesaktuell zu informieren – etwa über hvv.de oder die entsprechenden Apps.
Nach aktuellem Stand nicht vom Streik betroffen sind:
die S-Bahn Regionalzüge die Fähren der HADAG
Dennoch wird erwartet, dass diese Verkehrsmittel deutlich stärker genutzt werden als üblich.
Appell an die Pendler
Viele Unternehmen in Hamburg und Stormarn haben sich bereits auf die Situation eingestellt und ermöglichen ihren Beschäftigten flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice. Pendlerinnen und Pendler sollten – wenn möglich – mehr Zeit einplanen oder alternative Routen prüfen.
Ob der Warnstreik zu weiteren Arbeitsniederlegungen führen wird, hängt vom Verlauf der nächsten Tarifgespräche ab. Eine schnelle Einigung ist derzeit nicht in Sicht.
