Oststeinbek – Am Dienstagnachmittag haben zwei automatisch ausgelöste E-Call-Notrufe Feuerwehr und Rettungsdienst in Oststeinbek beschäftigt. Beide Meldungen gingen ohne Sprachkontakt bei der Integrierten Regionalleitstelle Süd (IRLS) ein und erforderten umfangreiche Such- und Erkundungsmaßnahmen.
Der erste E-Call wurde gegen 15:17 Uhr gemeldet. Als Einsatzadresse wurde die Straße Kohlbergen übermittelt. Die alarmierten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Havighorst und Oststeinbek sowie mehrere Rettungswagen suchten den angegebenen Bereich intensiv nach einem verunfallten Fahrzeug ab. An der gemeldeten Stelle konnte jedoch kein Fahrzeug festgestellt werden.

Rund 40 Minuten später folgte ein weiterer E-Call ohne Sprachkontakt. Dieser führte die Einsatzkräfte zum Barsbütteler Weg 32. Dort wurde ein VW T-Cross angetroffen, der den Notruf ausgelöst hatte. Der Zugführer der Feuerwehr Oststeinbek übernahm vor Ort den Sprechkontakt mit der E-Call-Leitstelle. Ein Verkehrsunfall oder verletzte Personen konnten ausgeschlossen werden. Als Ursache wurde ein technischer Defekt am Fahrzeug festgestellt. Das Fahrzeug wurde anschließend dem ADAC übergeben.
Der Vorfall reiht sich in bekannte Probleme mit automatischen Notrufsystemen ein: Auch der ADAC weist darauf hin, dass insbesondere herstellerspezifische Notrufsysteme nicht immer zuverlässig funktionieren und es deshalb zu Fehlalarmen kommen kann. In solchen Fällen werden dennoch umfangreiche Einsatzmittel alarmiert, da im Zweifel von einem schweren Verkehrsunfall ausgegangen werden muss.
Die Feuerwehr betont, dass E-Call-Systeme im Ernstfall lebensrettend sein können, bei technischen Defekten jedoch einen erheblichen Kräfteansatz binden.
