Rund drei Monate nach einem schweren U-Bahn-Unfall im Hamburger Stadtteil Billstedt dauern die Bergungsarbeiten weiterhin an. Nach Angaben der Hamburger Hochbahn AG wird der beschädigte Zug derzeit schrittweise vor Ort zerlegt.

Um den regulären Fahrbetrieb nicht zu beeinträchtigen, finden die Arbeiten ausschließlich in den Nachtstunden statt. Von Sonntag bis Donnerstag wird jeweils zwischen 22 Uhr und 4 Uhr gearbeitet. Die Maßnahmen sollen voraussichtlich noch bis zum 24. April fortgesetzt werden. Wann die verbliebenen Zugteile vollständig abtransportiert werden, ist bislang unklar.

Der Unfall ereignete sich am 20. Januar. Damals entgleisten mehrere Waggons eines Zuges und prallten mit einem weiteren Zug zusammen. Trotz des erheblichen Sachschadens kamen keine Fahrgäste zu Schaden. Der Fahrer erlitt jedoch einen Schock und musste medizinisch versorgt werden. Bereits zwei Tage nach dem Vorfall konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Für Unmut sorgt derzeit vor allem die nächtliche Lärmbelastung. Anwohner berichten von erheblichen Störungen ihrer Nachtruhe. Viele zeigen zwar Verständnis für die notwendigen Arbeiten, wünschen sich jedoch Maßnahmen zur Reduzierung des Lärms.
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