Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen den Winter vertreiben, beginnt in vielen Städten der Region auch die Zeit des gemeinsamen Anpackens. Anfang März engagieren sich wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in Reinbek, Glinde, Barsbüttel und Hamburg für den Schutz von Natur und Umwelt. Unter verschiedenen Mottos, aber mit einem gemeinsamen Ziel, wird Müll gesammelt, Verantwortung übernommen und Gemeinschaft gelebt.
Umweltbewusstsein beginnt vor der eigenen Haustür
Ob an Straßenrändern, in Parks, auf Spielplätzen oder entlang von Feldwegen – vielerorts hat sich im Laufe der Wintermonate Unrat angesammelt. Verpackungen, Flaschen und achtlos weggeworfener Müll trüben vielerorts das Bild.
Die Frühjahrsputz-Aktionen setzen genau hier an. Sie machen deutlich: Sauberkeit und Umweltschutz sind keine abstrakten Begriffe, sondern beginnen direkt vor der eigenen Haustür. Jahr für Jahr beteiligen sich Familien, Vereine, Schulklassen und Einzelpersonen. Für viele ist der Frühjahrsputz längst ein fester Termin im Kalender geworden.
Reinbek: Flexibel sammeln, gemeinsam ausklingen

In Reinbek findet der Frühjahrsputz am Samstag, 7. März, von 10 bis 12 Uhr statt. Einen zentralen Treffpunkt gibt es hier nicht. Die Teilnehmenden wählen ihre Sammelgebiete selbst und starten individuell in ihren Wohnquartieren, Parks oder an Wegen.
Die Anmeldung erfolgt über das Rathaus, wo bei Bedarf auch Müllsäcke und Arbeitshandschuhe organisiert werden können. Wichtig ist die Angabe des Abstellortes der gefüllten Säcke, damit diese später eingesammelt werden.
Nach der Sammelaktion lädt die Stadt von 12:30 bis 14 Uhr zu einem gemeinsamen Ausklang mit Suppe und Getränken auf dem städtischen Betriebshof ein.
Glinde: Zentraler Start am Bürgerhaus

In Glinde wird der Stadtputz besonders strukturiert organisiert. Die Sammelwoche startet am 2. März und endet am 7. März mit einem großen Aktionstag.
Der zentrale Treffpunkt ist am Sonnabend um 9:30 Uhr vor dem Bürgerhaus. Dort verteilen Bürgermeister Rainhard Zug und das Team des Baubetriebshofes Müllsäcke, Handschuhe und Greifzangen. Von hier aus starten die Gruppen in verschiedene Stadtteile.
Bis 12 Uhr wird gesammelt, anschließend gibt es bei der Freiwilligen Feuerwehr eine warme Stärkung. Auch unter der Woche können Bürgerinnen und Bürger selbstständig und ohne feste Zeiten aktiv werden.
Barsbüttel: Mehrere Treffpunkte in allen Ortsteilen

In Barsbüttel steht am Samstag, 7. März, erneut die „Aktion Saubere Feldmark“ auf dem Programm. Der Start erfolgt zeitgleich um 10 Uhr an mehreren Treffpunkten:
– Am AKKU in Barsbüttel
– Bei den Ortsfeuerwehren in Stellau und Willinghusen
– Am Dorfgemeinschaftshaus in Stemwarde
An diesen Sammelpunkten werden Müllsäcke ausgegeben und die Gruppen eingeteilt.
Unterstützt wird die Aktion unter anderem vom Barsbütteler Rundfunk, der unabhängig von der Gemeinde zur Teilnahme aufruft. Die Teilnahme ist bewusst offen gestaltet: Mitmachen kann jede und jeder, auch spontan.
Teilnehmende werden gebeten, nach Möglichkeit eigene Hilfsmittel wie Bollerwagen, Fahrradanhänger oder Müllzangen mitzubringen. Zudem wird auf einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur hingewiesen, da die Brut- und Setzzeit kurz bevorsteht.
Barsbütteler Rundfunk ruft Community zur Unterstützung auf
Hier zur Anmeldung
Hamburg: Individuell starten – noch bis zum 1. März

Auch in Hamburg läuft die große Mitmachaktion „Hamburg räumt auf!“. Hier gibt es keinen einheitlichen Startpunkt. Gruppen, Vereine, Schulen oder Nachbarschaften organisieren ihre Einsätze selbst in den jeweiligen Stadtteilen.
Noch bis zum 1. März können sich Initiativen und Einzelpersonen beteiligen. Im vergangenen Jahr machten rund 100.000 Menschen mit und sammelten mehr als 100 Tonnen Müll. Damit zählt die Aktion zu den größten Umweltinitiativen Deutschlands.
Mehr als nur Müll sammeln
Die Frühjahrsputz-Aktionen leisten weit mehr als reine Reinigungsarbeit. Sie fördern das Umweltbewusstsein, stärken das Gemeinschaftsgefühl und sensibilisieren für nachhaltiges Handeln.
Viele Teilnehmende berichten, dass sie ihre Umgebung nach der Aktion bewusster wahrnehmen und langfristig achtsamer mit ihr umgehen. Kinder und Jugendliche lernen Verantwortung, Erwachsene erleben, wie viel gemeinsames Engagement bewirken kann.
Engagement, das verbindet
Ob mit zentralem Treffpunkt, in kleinen Gruppen oder allein vor der eigenen Haustür: Der Frühjahrsputz 2026 zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen zusammen anpacken.
Mit Handschuhen, Müllsäcken und viel Motivation sorgen sie dafür, dass ihre Heimat sauberer, lebenswerter und zukunftsfähiger bleibt.
Die Botschaft ist klar: Eine saubere Region entsteht nicht von selbst. Sie ist das Ergebnis von Engagement, Rücksicht und Gemeinschaftssinn. Jede helfende Hand zählt – und jeder Treffpunkt wird zum Ausgangspunkt für mehr Umweltbewusstsein.
