Jenfeld – Am Samstagabend hat ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus im Mariusweg einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Nach einem lauten Knall schlugen plötzlich Flammen aus einer Wohnung im dritten Stock. Ein 45-jähriger Mann wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
Nachbarn alarmieren Feuerwehr
Gegen 23.30 Uhr alarmierten Anwohner die Rettungskräfte, nachdem sie einen lauten Knall gehört und kurz darauf Feuer bemerkt hatten. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand ein Fenster der betroffenen Wohnung bereits in Flammen. Durch die enorme Hitze war die Scheibe zerborsten, das Feuer hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon großflächig ausgebreitet.
Bewohner aus brennender Wohnung gerettet
Unter schwerem Atemschutz drangen Feuerwehrleute in die brennende Wohnung vor. Dort fanden sie den Bewohner, der sich nicht mehr selbst in Sicherheit bringen konnte. Die Einsatzkräfte retteten den Mann aus dem Gebäude und übergaben ihn dem Rettungsdienst. Er wurde mit schweren Verletzungen und dem Verdacht auf eine lebensgefährliche Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.
Feuer greift auf Dachgeschoss über
Während der Löscharbeiten griffen die Flammen auf die Fassade und das Dachgeschoss über. Trotz erster Löscherfolge kam es dort erneut zu Brandausbrüchen. Um alle Glutnester zu erreichen, mussten Teile des Daches geöffnet werden. Zudem wurden zahlreiche Möbel und Gegenstände aus der Wohnung entfernt.
Mehrere Wohnungen unbewohnbar
Der Einsatz der Feuerwehr zog sich über mehrere Stunden hin. Erst in den frühen Morgenstunden konnte Entwarnung gegeben werden. Die betroffene Wohnung brannte vollständig aus. Drei weitere Wohnungen wurden durch Rauch und Löschwasser so stark beschädigt, dass sie derzeit nicht bewohnbar sind. Die betroffenen Bewohner kamen vorübergehend bei Verwandten oder Bekannten unter.
Polizei ermittelt zur Brandursache
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Bislang ist unklar, wie es zu dem Feuer kam. Auch der von Anwohnern gehörte Knall wird untersucht. Es wird geprüft, ob es möglicherweise zu einer Verpuffung gekommen ist.
Die Feuerwehr betonte, dass das schnelle Handeln der Nachbarn, die umgehend den Notruf wählten, entscheidend gewesen sei. Nur so habe der Bewohner rechtzeitig gerettet werden können.
