Südstormarn/Hamburg – Der öffentliche Nahverkehr im Osten der Hansestadt könnte in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden. Nach internen Planungen soll die U-Bahn Hamburg-Linie U4 bis zum Jahr 2036 über den bisherigen Endpunkt hinaus verlängert werden.
Demnach ist vorgesehen, die Strecke von Billstedt aus über Jenfeld, Barsbüttel und Glinde bis nach Reinbek zu führen. Ziel sei es, insbesondere stark wachsende Wohngebiete besser anzubinden und den Busverkehr spürbar zu entlasten.

Nach Angaben aus Verkehrskreisen würde die neue Verbindung vor allem Pendlerinnen und Pendlern zugutekommen. In Stadtteilen wie Jenfeld und den angrenzenden Gemeinden leben inzwischen weit über 100.000 Menschen, die bislang überwiegend auf Busverbindungen angewiesen sind. Diese gelten insbesondere in Stoßzeiten als überlastet und verspätungsanfällig.
Die geplante U-Bahn-Strecke soll vollständig automatisiert betrieben werden und moderne, klimatisierte Stationen erhalten. Zudem seien großzügige Fahrradbereiche in den Zügen vorgesehen, um den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu gestalten.
Ein Baubeginn könnte nach derzeitigen Überlegungen bereits 2027 erfolgen. Die Kosten werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Offiziell bestätigt sind die Pläne bislang jedoch nicht.
Verkehrsexperten begrüßen grundsätzlich eine stärkere Schienenanbindung im Hamburger Osten. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass auch der Ausbau der S-Bahn Hamburg, insbesondere durch die geplante S4, eine wichtige Rolle spielen wird.
Ob die U4-Verlängerung tatsächlich umgesetzt wird, bleibt vorerst offen.
Hinweis der Redaktion: Diese Meldung entstand am 1. April. 😉
