Hamburg/Barsbüttel – Pendlerinnen und Pendler im Hamburger Osten und im Raum Barsbüttel müssen sich auch am Donnerstag auf erhebliche Einschränkungen im Busverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di setzt ihren Warnstreik im Nahverkehr fort. Betroffen sind vor allem die Busse der Hamburger Hochbahn AG.
Von Donnerstag, 19. Februar 2026, 3 Uhr, bis Freitag, 20. Februar 2026, 3 Uhr, sind Beschäftigte mehrerer Betriebshöfe zum Arbeitskampf aufgerufen. Dazu zählen unter anderem Standorte in Wandsbek, Billbrook und Hammerbrook. Nach Angaben der Hochbahn werden im Osten der Stadt zahlreiche Busverbindungen ausfallen.
Linie 263 in Barsbüttel fällt aus
Für Fahrgäste aus Barsbüttel ist besonders die Linie 263 betroffen, die während des Streiks nicht verkehren wird. Auch in den Stadtteilen Billstedt und Jenfeld kommt es zu Ausfällen, unter anderem auf den Linien 27 und X35.
Vollständig eingestellt werden am Donnerstag folgende Buslinien:
8, 9, 10, 11, 27, 116, 118, 160, 162, 167, 255, 260, 263, 368, 608, X35
Auf weiteren Linien ist lediglich ein instabiler Teilbetrieb möglich:
12, 16, 23, 25, 28, 31, 105, 168, 171, 261, 554, 567, X22, X27
Die Hochbahn geht davon aus, dass rund die Hälfte der betroffenen Linien komplett stillsteht. Besonders im Berufsverkehr müssen Fahrgäste mit langen Wartezeiten und überfüllten Fahrzeugen rechnen.
U- und S-Bahnen fahren
Nicht genannte Buslinien sowie die Schulbusse sollen nach aktuellem Stand regulär verkehren. Zudem können Fahrgäste auf U- und S-Bahnen sowie auf die Fähren der HADAG ausweichen. Die Hochbahn will am Donnerstagmorgen prüfen, ob weitere Buslinien kurzfristig wieder aufgenommen werden können.
Bereits am Mittwoch war es in vielen Teilen der Stadt zu massiven Einschränkungen gekommen. Teilweise mussten Fahrgäste lange auf überfüllte Busse warten, auch Taxis waren zu Stoßzeiten stark nachgefragt.

Tarifkonflikt als Ursache
Hintergrund der Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen. Ver.di fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent sowie bessere Arbeitsbedingungen. Nach Angaben der Gewerkschaft liegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den Gesprächen weiterhin weit auseinander.
Die Streikbeteiligung ist nach Angaben der Verkehrsunternehmen hoch. Bei der Hochbahn beteiligten sich zuletzt mehr als 80 Prozent der Beschäftigten am Arbeitskampf.
Ob es in den kommenden Tagen zu weiteren Streikmaßnahmen kommt, ist derzeit noch offen.
